Verstehen Sie Ihren Zahnarzt!

Die Sprache in einem Behandlungszimmer eines Zahnarzt ist meist oft sehr kryptisch und nur mit Vorwissen genau zu verstehen. In den folgenden Sätzen möchten wir Sie etwas aufklären und Ihnen die Möglichkeit geben Ihren Zahnarzt besser zu verstehen. Um eine gute Behandlung abzuschließen ist es notwendig keine Missverständnisse im Raum stehen zu lassen.

Natürlich werden wir Ihnen hier keinen Pschyrembel (Medizinisches Fachbuch) bieten können, aber eine kleine Orientierungshilfe.

Abszess – Bei einem Abszess handelt es ich um einen Eiteransammlung, die von einer Kapsel umschlossen ist, meisten entsteht dieses durch Gewebseinschmelzung.  Abszesse können am ganzen Körper entstehen und eben auch im Mundraum.

Implantate/ Zahnimplantate – übernehmen die Funktion der Zahnwurzel und werden als künstliche Zahnwurzel bezeichnet. Sie liefern die Befestigungsgrundlage des Zahnersatzes oder einzelner Zähne.

Karies –  Bei Karies handelt es um eine Erkrankung des Zahnhartgewebes (Zahnschmelz, Dentin und Wurzelzement). Umgangssprachlich wird es als Zahnfäule oder Zahnfäulnis bezeichnet. Die Karies muss vom Zahnarzt entfernt werden, damit diese nicht fortschreitet oder  weitere Zähne befällt. Ist die Karies einmal vorhanden bildet sie sich nicht wieder von alleine zurück.

Parodontitis – bei der Parodontitis handelt es sich um eine Entzündung, die durch Bakterien verursacht wird. Diese wird in den meisten Fällen als irreversible Zerstörung des Zahnhalteapparates bezeichnet. Sie kann sich von der Zahnwurzel aus oder vom Zahnfleischrand her entwickeln.

Irreversibel – hiermit wird ein Zustand beschrieben, der nicht wieder umkehrbar ist.

Miniimplantate – dienen wie auch  Zahnimplantate dazu, um z.B. Totalprothesen zu befestigen. Sie haben aber ihren großen Brüdern gegenüber den Vorteil, dass sie mit erheblich weniger Aufwand befestigt werden und die Verheilungszeit immens verkürzt ist. Der Durchmesser von Miniimplantaten ist sehr viel geringer als bei herkömmlichen Zahnimplantaten.

Sinuslift – ist ein oralchirurgisches Verfahren, um die vorhandene Knochenbodensubstanz der Kieferhöhle  wieder auf eine normale Dicke zu bekommen. Dieses Verfahren ist oft vor dem Setzen neuer Implantate im Oberkiefer Seitenzahnbereich notwendig.

OK – ist die Abkürzung für den Oberkiefer.

UK – ist die Abkürzung für Unterkiefer.

Veneers – Bei Veneers handelt es sich um Keramikverblendschalen, die Zahnfehlstellungen, Defekte oder Verfärbungen optisch verschönern. Die Keramikverblendschalen sind hauchdünn, lichtdurchlässig und bieten somit die Optik eines echten Zahnes. Sie sind bissfest und strapazierfähig. Auch Zahnanomalien können mit ihnen korrigiert oder verändert werden.

Lachgassedierung –  ist eine leichte Sedierung mit Hilfe eins farblosen Gases (Lachgas), das zu den Stickoxiden gehört. Der Patient verfällt in einen leichten Dämmerzustand und kann die Behandlung somit angenehmer empfinden. Diese Methode der Sedierung eignet sich sehr gut bei Angstpatienten und Kindern. Die Sedierung kann aber bei jedem Patienten verwendet werden der seine Behandlung angenehmer gestalten möchte.

Narkose – Die Narkose wird bei schwierigen, umfangreichenBehandlungsfällen eingesetzt wie z.B. Angst/Phobien, Menschen mit Behinderungen oder bei schweren chirurgischen Eingriffen. Wenn ein Zahnarzt von einer Narkose spricht meint er damit eine Vollnarkose. Diese wird immer im Beisein eines Anästhesisten vollzogen. Alle Vitalfunktionen werden während der Narkose strengstens kontrolliert. ITN (Intubationsnarkose) ist die sogenannte Vollnarkose.

Örtliche Betäubung/Lokalanästhesie – Mit dieser Anästhesie wird der betroffene Bereich betäubt, um Schmerzen zu reduzieren oder auszuschalten. Der betäubte Bereich kann dann ohne Schmerzempfindung vom Zahnarzt behandelt werden.

Fissuren Versiegelung – auch als Zahnversiegelung bekannt. Mit einer dünnen Kunststoffschicht werden die Fissuren (Zahnvertiefungen/ Kaurelief auf den Kauflächen) überzogen und bilden eine Schutzschicht vor der Anlagerung von Speiseresten. Diese können dann bei einem unbehandelten Zahn Karies hervorrufen.

Bleaching/Zahnaufhellung – Ist eine Möglichkeit Verfärbungen der Zähne aufzuhellen oder an die Zahnfarbe benachbarter Zähne anzupassen. Ausgeschlossen vom Bleaching sind aber  Zahnersatz oder Zahnimplantate.

CMD – ist die Abkürzung für craniomandibuläre Dysfunktion. Hierbei handelt es sich um einen Überbegriff einer Fehlregulation oder Fehlpositionierung der Muskel- oder Gelenkfunktionen der Kiefergelenke.

Prophylaxe – sind Vorsorgemaßnahmen zur Verhinderung von Krankheiten der Zähne, des Zahnfleisches oder auch der Kiefergelenke. Es gibt zwei Arten der Prophylaxe; die Gruppenprophylaxe, die z.B. die zahnärztliche Untersuchung in Schulen umfasst, oder die Individualprophylaxe, die sich direkt an den Patienten richtet, der diese in einer Zahnarztpraxis durchführen lässt.

Anamnese – Die Anamnese umfasst die Krankheitsgeschichte des Patienten und dokumentiert diese in regelmäßigen Abständen.

Abformung – Mit einer Abformung ist ein Abdruck der Negativform der Zähne und des Kiefers gemeint, auf dem man z.B.  Zahnersatz oder Zahnspangen herstellen kann. Aus der Abformung wird ein Gipsmodell der vorhandenen Zähne erstellt.

Okklusal – ist eine Lagebezeichnung am Zahn, um die Veränderung / den Befund  zu dokumentieren. Die Bezeichnung „okklusal“ bedeutet „kauflächenwärts“.

Buccal – beschreibt die Zahnfläche  zur Backe hin. Wird benutzt, um die Lokalisierung genau zu dokumentieren.

Approximal – bezeichnet die Kontaktflächen der Zähne, deren Zwischenraum  -> („zum Nachbarzahn hin“.)

Parodontium – bezeichnet das Verankerungssytem des Zahnes im Kiefer.

Gingivitis – Beschreibt eine Erkrankung des Zahnfleisches, die durch bakterielle Entzündung verursacht wird.

Gingiva – ist der latinische Begriff für Zahnfleisch, das als ein Teil der Mundschleimhaut gilt.

Zervikal – bedeutet „zum Zahnhals hin“.

Labial – beschreibt die Richtung „zu den Lippen hin“.

Lingual – ist die Richtung „zur Zunge hin“.

Trigeminusnerv – ist ein Gesichtsnerv der aus drei Hauptsträngen besteht.

Aphten – sind Schleimhautveränderungen, die z.B. in der Mundhöhle zu finden sind. Treten die Aphten in mehreren Stellen des Mundraums regelmäßig oder gleichzeitig auf, spricht man von der (rezidivierenden) Mundfäule. Die Aphten werden auf eine sogen. Autoimmunerkrankung zurückgeführt.

Kavität – bezeichnet den Hohlraum, der etwa durch  Karies entsteht.

PZR – Ist die Abkürzung des Begriffes „Professionelle Zahnreinigung“. Diese Prophylaxe-Maßnahme wird heutzutage in jeder Zahnarztpraxis angeboten. Sinnvoll zum Schutz vor Karies und Parodontitis.

CEREC – ist eine Methode der „computergestützten Zahnrestauration“. Der Zahn wird optisch vermessen und mittels CAD Technik optimal mit Keramik  gefüllt. Die CEREC Maschine fräst aus einem Keramikstoffblock ein genau passendes Inlay (Einlagefüllung)  für die Kavität im Zahn, mit deren Hilfe „das Loch“  geschlossen werden kann.